Presse
02.08.2019, 14:41 Uhr
Landwirte richten sich neu aus
Volker Kauder besucht den Eschenhof in Dornhan
 
 


Zwei Generationen, Vater und Sohn, betreiben den Eschenhof in Dornhan: Die Nachfolge ist damit gesichert. Wie die Zukunft aussieht, darüber haben sich Paul und Matthias Ruthardt Gedanken gemacht und richtungsweisende Entscheidungen getroffen.

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Dornhan. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Volker Kauder besuchte am gestrigen Mittwoch auf seiner Sommertour zusammen mit CDU-Mitgliedern des Stadtverbands den Hof in Dornhan, um sich über die Situation der Landwirtschaft zu informieren. Vorsitzender Lothar Reinhardt konnte auch interessierte Landwirte begrüßen.

Matthias Ruthardt erklärte den Besuchern, dass der Hauptzweig des landwirtschaftlichen Betriebs die Ferkelproduktion ist. 300 Zuchtsauen sind in den Ställen. Der Ackerbau sei ein weiteres Standbein. Ein Teil der Ernte wird für die Biogasanlage verwendet. Der Eschenhof ist zusätzlich noch an der "Bioenergie Dornhaner Platte" beteiligt.

Paul Ruthardt sprach von einem Umbruch in der Landwirtschaft. "Wir sind der Meinung, dass wir in der Nahrungsmittelproduktion nicht gut aufgestellt sind. Wir orientieren uns in Richtung Dienstleistung." Die Ferkelproduktion werde daher abgebaut.

 

 

Er und sein Sohn Matthias hatten überlegt: "Wo finden wir ein Loch raus aus der Massenproduktion?" Ein weiterer Zweig wird künftig die Gruppenhaltung von Pferden sein. "Da besteht Nachfrage", weiß Matthias Ruthardt. Alte Pferde werden nicht mehr zum Metzger gebracht, sondern sollen bis zum Lebensende gehalten werden. Matthias Ruthardt will eine Art "Altenheim für Pferde" einrichten. Der Hof bietet genug Platz für ein bis zwei Gruppen mit jeweils bis zu 25 Pferden. Neben "Seniorenpferden" werden außerdem Therapiepferde aufgenommen. Im dritten Fernsehprogramm kam darüber bereits ein Bericht. In Fluorn-Winzeln haben im Oktober vergangenen Jahres die Fernsehmoderatorin Sonja Faber-Schrecklein, Emil Moosmann und Beate Buckenmaier den Verein "Pferdeglück" gegründet. Dieser Verein für Reittherapie ermöglicht es Krystina Laskowski, ihre therapeutische Arbeit mit Kindern und Erwachsenen auf dem Eschenhof fortzusetzen. Hier werden auch die Therapiestunden abgehalten. Am Wochenende kommen die Pferde, teilte Beate Buckenmaier mit. Sie berichtete mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Emil Moosmann über das Projekt.

Auch in technischer Hinsicht stellte sich der Landwirtschaftsbetrieb zukunftsweisend auf. Matthias Ruthardt zeigte den Gästen einen großen Güllefassanhänger. Damit werde bodennah die Gülle ausgebracht. Die drei Achsen sorgen dafür, dass der Bodendruck minimiert wird. "Wir arbeiten nachhaltig. Der Boden ist unser wertvollstes Gut", erklärte der Junglandwirt. Gezogen wird der Fassanhänger von einem leistungsstarken Traktor, ausgestattet mit GPS und Lenksystem. Modernste Technik kann sich nicht jeder Landwirt leisten, deshalb müsse man kooperieren, sagte Ruthardt. Außerdem müssten die Maschinen ausgelastet werden. So werden auch Transporte gefahren, unter anderem zur Biogasanlage.

Bei der anschließenden Diskussion war die Ferkelkastration ein Thema. Gerhard Pfau appellierte an die Politik, die Lokalbetäubung den Landwirten zu überlassen. Ein Tierarzt sei nicht nötig. Kauder versprach, das aufzunehmen. Pfau ärgerte sich auch über die vielen Kontrollen der Betriebe: "Wir fühlen uns manchmal menschenunwürdig behandelt."

Ein zweites Ziel war für Kauder der Mehrgenerationenplatz, der vor Kurzem bei einem großen Fest seiner Bestimmung übergeben wurde. Bürgermeister Markus Huber führte durch die Anlage.

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